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THL 2, eCall System ausgelöst, ohne Spracherwiderung

Datum: 2. Juli 2026 um 11:04 Uhr
Alarmierungsart: ILS Würzburg
Dauer: 1 Stunde 26 Minuten
Einsatzart: THL 2
Einsatzort: BAB A3 Fahrtrichtung Würzburg
Einsatzleiter: 1. Kdt. Johannes Hofmann
Mannschaftsstärke: 12
Fahrzeuge: Florian Geiselwind 11/1, Florian Geiselwind 20/1, Florian Geiselwind 40/1, Florian Geiselwind 55/1
Weitere Kräfte: Autobahnbetriebsdienst Geiselwind, BRK Volkach, BRK Wiesentheid, FF Stadt Schlüsselfeld, RTH Christoph 18, VPI Würzburg-Biebelried


Einsatzbericht:

Zu einer THL 2, eCall System ausgelöst, ohne Spracherwiderung/eine Person im Fahrzeug/ Airbags offen, wurden wir auf die BAB A3, Fahrtrichtung Würzburg alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte wurde ein schwerer Verkehrsunfall unter Beteiligung eines Pkw und eines Lkw vorgefunden. Der PKW war stark deformiert, eine Person war im Fahrzeug eingeklemmt und nicht ansprechbar. Nach Sichtung der verunfallten Person im Pkw durch den anwesenden Notarzt wurde aufgrund des Zustands des Patienten eine Crashrettung angeordnet. Die Person wurde mittels hydraulischem Rettungsgerät zügig aus dem Wrack befreit und an den Rettungsdienst übergeben. Trotz umgehender Reanimationsversuche verstarb die Person noch an der Unfallstelle.

Der am Unfall beteiligte LKW war am Heck beschädigt und hatte die Gefahrgutkennzeichnung Klasse 1 / Explosivstoffe. Die Überprüfung der Gefahrgutpapiere und der Ladung ergab eine Beladung von 16 Tonnen TNT-Sprengstoff, aufgeteilt in 25 Kg Paketen. Der Laderaum wurde unter Vorsichtsmaßnahmen kontrolliert. Es konnten Gott sei Dank keine Beschädigungen an den Gefahrgutgebinden festgestellt werden. Eine akute Freisetzung oder thermische Gefährdung lag nicht vor. Aufgrund des hohen Gefährdungspotenzials durch den Sprengstoff wurde unverzüglich ein doppelter Brandschutz in Bereitstellung gebracht.

Die BAB A3 wurde für den Gesamtverkehr vollumfänglich gesperrt und  auslaufende Betriebsstoffe des Pkw wurden mittels Bindemittel abgebunden.

Nach Abschluss der Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen sowie der finalen Kontrolle des Gefahrguts wurde die Einsatzstelle vollumfänglich an die Polizei übergeben und der Rückmarsch angetreten.

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